Tennengau Climbers

Klettern im Grazer Bergland vom 13.08.2017 - 15.08.2017

 

Nachdem es im schönen Salzburgerland kein beständiges Wetter geben sollte, machen wir uns spontan auf den Weg ins Grazer Bergland.

Vom Hören und Sagen gibt es hier schöne Klettereien, mit kurzen Zustiegen und eben für dieses Wochenende auch schönes Wetter.

 

Den ersten Tag verbrachten wir an der „Roten Wand“. Diese ist ein eher bekanntes Ziel mit relativ gut abgesicherten Routen in allen Schwierigkeitsgraden. Unsere Wahl fiel auf den „Weg der alten Männer“ welche mit 6+/7- bewertet wurde. Diese zieht relativ steil und über 6 Seillängen durch den rechten Teil der Roten Wand. Schnell merkten wir, dass die Grade zwischen Salzburg und der Steiermark ein Wenig auseinander laufen und durften wir so in 6+ bzw. 7- Stellen schon ordentlich zupacken.

 

Am zweiten Tag verschlug es uns in die Bärenschützklamm, genauer in das obere Brunntal. Lt. 2 Steirern welche wir gestern kennenlernten gibt es hier eine Menge schöner Touren. Heute viel unsere Wahl auf den „Schinderweg“. Da die Schlüssellänge gleich die erste Seillänge (7+) ist, diese sogar sportklettermäßig saniert wurde und die restlichen 5 Längen bis maximal 6+ gehen, sollte diese für uns super möglich sein. Was wir jedoch nicht bedacht hatten war, dass die Tour bereits 1981 erstbegangen wurde und relativ wenig begangen wird und das Grazer Bergland um vieles niedriger liegt als unsere heimischen Berge, deshalb hatten wir relativ viel Kontakt mit Bäumen, Gras und sonstiger Vegetation. Des Weiteren ist auch die Absicherung entsprechend in die Jahre gekommen, was aber mit einem Satz Friends in div. Größen kein Problem war und die Stände alle mit mind. einem Klebehaken (alpin saniert) versehen wurden. Aber auch hier konnten wir leichte Differenzen in Bezug auf die Bewertungen feststellen.. Hut ab an die Erstbegeher.

 

Der Dritte Tag, sollte auch gleichzeitig unser Abreisetag sein. So suchten wir uns eine eher kurze bzw. weniger anspruchsvolle Route aus. Die „Süd Ost Rampe“ am Ratengrat ist ebenfalls ein alter Klassiker. Diese wurde jedoch 2016 bestens saniert. Für die Schlüsselstelle (6+) gibt es sogar als Alternative eine leichtere Variante obwohl diese sogar A0 machbar wäre. Für den, der im oberen Teil noch genug Kraft hat, gibt es dann sogar einige Varianten mit denen man die Route etwas spannender abschließen kann. Nach dem Ausstieg folgen dann noch 2 Seillängen, für die es ebenfalls mehrere Varianten gibt,  bis man zur Gamswiese gelangt, über die man dann wieder gemütlich zum Einstieg absteigen kann.

 

Alles in Allem ein super Ausflug, wobei wir alle der Meinung waren, dass es Zuhause doch am Schönsten ist und man ins Paradies nicht lange fahren muss... wäre nur das mit dem Wetter in Salzburg nicht so eine Sache… 

 

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