Tennengau Climbers

Direkte Nordwand (End-Führe) an der Gr. Bischofsmütze am 10.09.2016

 

Bereits seit einigen Jahren stand die direkte Nordwand, oder auch End Führe genannt, der großen Bischofsmütze auf meinem Wunschzettel.

 

Der etwas mühsame Zustieg geht zuerst über den Wanderweg zur Stuhlalm und vor hier ein Stück über den alten Austriasteig, den man dann vor dem ersten Steilstück in Richtung Stuhlloch verlässt. Ab hier beginnt dann der mühsame Teil, denn es geht über grobes Geröll und weglos zum Einstieg der End-Führe.

 

Wie es bei Nordwänden meistens der Fall ist benötigt auch diese einige Schönwetter-Tage um trocken zu werden und so mussten wir bereits am Einstieg feststellen, dass 3 Tage zu wenig waren. Wir beschlossen dennoch einzusteigen, sodass wir den Zustieg nicht umsonst auf uns nahmen.

 

Die erste Seillänge war nicht direkt nass aber feucht und so gab es auch bereits im oberen 4ten Grad einige unangenehme Kletterzüge. Diese Feuchtigkeit setzte sich dann auch in den darauffolgenden Längen fort, sie waren aber dennoch zum Großteil kletterbar. Nur die Originalvariante der 8. Länge war so dermaßen nass, dass wir auf die neue Variante ausweichen mussten. Diese ist, wenn man den 8 Grad sicher beherrscht, fix ein Schmankerl. Für uns hatte es der kurze Überhang aber mächtig in sich und ist frei, also ohne Nullern, in meinen Augen fast noch besser zu meistern als mit A0..halt auch nur wenn man noch genug Schmackes in den Muskeln hat, welcher bei uns leider fehlte. So kamen wir ums Nullern leider nicht herum.

 

Eine traumhafte Verschneidung in der vorletzten Länge führte uns dann auf den Gipfel der Bischofsmütze. Über den Normalweg stiegen wir dann zum Schaflsteig ab und folgten diesen bis zum Kampel. Von dort ging es abwärts zum Parkplatz Mauerreith, wo wir unser zweites Auto geparkt hatten.

 

Fast alle Längen der Direkten Nordwand (End-Führe) haben schöne Kletterzüge zu bieten und sind bei trockenen Verhältnissen sicher ein voller Genuss.  

 

TIPP: Den noch nicht sanierten Zwischenstand nach der 4SL sollte man, aufgrund der Seilreibung, besser verwenden.

 

 

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